Zweiter Lauf zur Schweizermeisterschaft E10OR in Dielsdorf
Dienstag, den 24. Mai 2011 um 18:00 Uhr
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Der zweite Lauf zur Schweizermeisterschaft in Dielsdorf war geprägt von Abwechslung. Viele Fahrer nutzten im Vorfeld das lange Osterwochenende um zu trainieren. Durch die intensive Pistenbenutzung, nahm die damals top präparierte Piste so schwer Schaden, dass Der EOCD die Strecke für das Rennen extra noch einmal neu herrichten musste. Es wurde ganze Arbeit geleistet und die Piste war wieder in einem ausgezeichneten Zustand. Ein neu konzipierter Sprung auf der kurzen Gegengerade sorgte jedoch für einige Diskussionen, weil die Fahrzeuge dort bis zu drei Meter hoch in die Luft flogen. Auf der einen Seite war es eindrücklich die Buggies so hoch springen zu sehen, auf der anderen Seite war die sichere Landung der Fahrzeuge recht heikel und es kam im ersten Training zu zahlreichen Einsätzen für den Streckenposten. Besagter Streckenposten war an dieser Stelle extrem gefährdet ein Fahrzeug an den Kopf zu bekommen, deshalb wurde das Hindernis aus Sicherheitsgründen nach dem ersten freien Training wieder entfernt. Der EOCD bewies jedoch Einsatzwille und so konnte mit dem durchdachten und vorbildlichen Trainingsplan, ohne grosse Verzögerung weitergemacht werden. Am Sonntag kam dann die nächste heikle Situation auf die Rennjury zu. Nach dem ersten Finaldurchgang begann es zu Regnen. Zum Glück hörte der Regen so schnell auf wie er begonnen hatte. Die Helfer des EOCD mussten nun ihren nächsten Effort leisten um die Piste wieder auf Vordermann zu bringen. Dies gelang dem Verein sehr gut und alle Finalläufe konnten unter regulären Bedingungen gefahren werden. Eine perfekt organisierte Festwirtschaft mit feinen Menüs rundete die Gesamtleistung des Vereins ab.

Krasser Wechsel der Griffverhältnisse
Unter trockenen Bedingungen bot die Strecke in Dielsdorf schwierige Griffverhältnisse für die Offroad- Piloten. Die richtige Einstellung von Dämpfung und Vortrieb musste jeder Pilot für sich erst individuell finden. Den meisten gelang dieses Kunststück gut und es wurde abermals eng an der Spitze. Eindrücklich waren die Vorläufe der jeweiligen Spitzengruppen, wo alle Fahrer wie an der Perlenkette ihren Runden zogen. Wer sich nur den kleinsten Quersteher leistete verlor sofort wichtige Rangpunkte. Nachdem die erste Finalserie noch unter trockenen Bedingungen gefahren werden konnte, kam der Wolkenbruch. Dieser war zwar von den Wetterfröschen aus Fernsehen und Radio frühzeitig angekündigt worden, dass es so schnell umschlagen würde, glaubte im Vorfeld jedoch keiner der Fahrer. Zum Glück zog die Gewitterzone auch schnell weiter und die Finalläufe konnten nach einem einstündigen Unterbruch weitergehen. Durch den Regen hatte sich die Strecke komplett verändert. Die bis anhin griffigen Teppiche auf den Hindernissen waren nun äusserst rutschig, während der feuchte Lehmboden schier mit dem Reifen verklebte. Bei den 4WD Fahrern setzte sich Roger Burkhardt vor Sandro Bamert und Fabian Widmer durch. Der Kampf um den Tagessieg war bis zum letzten Finallauf offen geblieben und mehrere Fahrer hatten bis am Schluss Chancen auf den Sieg. In der 2WD Expert Kategorie hatte am Ende Patrick Hofer die Nase vorne. Lokalmatador Peter Forster, der alle vier Vorläufe für sich entscheiden konnte, wurde zweiter vor Philipp Jeisy auf dem dritten Platz. Auch bei den 2WD Fahrern ging es sehr eng zu und her und die packenden Zweikämpfe begeisterten das Publikum. Bei den Monster Trucks kam Christian Mathys am besten mit dem neugewonnenen Griff zurecht. Obwohl er von Startplatz 5 ins Rennen gegangen war, konnte er sich am Ende gegen Thomi Oberkofler auf Platz zwei und Jan Dissler auf Platz drei durchsetzen. Die Standard Kategorie war das ganze Wochenende fest in der Hand von Florian Schmid. Florian gewann alle Vorläufe und auch alle Finalläufe in seiner Klasse. Zweite wurde Sina Zbinden vor Timmi Hänggi. In Dielsdorf gab es einmal mehr hochkarätigen RC- Cars Rennsport zu sehen. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen war die Veranstaltung ein voller Erfolg.

Spektakel oder Sicherheit?
Es ist faszinierend, wie sich die Leistungsfähigkeit der Modellautos entwickelt hat. Heute ist es ohne weiteres möglich über einen 70 cm hohen Jump mit einem Steigwinkel von 55° einen Sprung von 3m Höhe und 7m Länge zu machen. Was früher undenkbar schien, kann heute jeder Pilot aus seinem Fahrzeug herauskitzeln. Sobald das Fahrzeug jedoch den Boden verlassen hat, kann es nur noch bedingt kontrolliert werden. Mit zunehmender Leistung und Endgeschwindigkeit wachsen dadurch automatisch auch die Ansprüche in punkto Sicherheit der beteiligten Personen massiv an. Auch das Verantwortungsgefühl der Fahrer muss mit der Leistung mitwachsen. In Dielsdorf gab es leider einige Szenen, wo es für Fotografen oder Streckenposten brenzlig wurde, zum Glück ohne Verletzungen. Es stellt sich die Frage ob fahrlässiges Verhalten von RC- Car Piloten künftig geahndet werden müsste, oder ob es ausreicht an die Vernunft jedes Einzelnen zu appellieren. Die Zukunft wird es zeigen.

Bilder der Siegerehrung

Standard Monster Truck 2WD Expert 4WD Expert
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Action- Bilder

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